Ausdauer, Kraft & Gesundheit
Ayurvedische Tipps für Sport und Fitness
 

Sportliche Aktivität hat viele gesundheitsfördernde Wirkungen:
Der Körper wird fit und beweglich gehalten, die Muskulatur wird aufgebaut und alle inneren Organe werden gestärkt. Doch wie bei so
vielen guten Dingen im Leben, gibt es auch beim Sport ein gesundes und ein weniger gesundes Maß. Gerade beim Sport birgt Übereifrigkeit Gefahren für die Gesundheit, die größer sein können als eine Dehnung oder Zerrung.

Vor allem der Langzeiteffekt übereifrigen Sports ist ungesund: Der
gesamte Körper profitiert nicht davon, seine Ressourcen werden
erschöpft und er verliert sein inneres Gleichgewicht. Was „gesunder
Sport“ aus ayurvedischer Sicht ist, zeigen Ihnen die hier vorgestellten ayurvedischen Tipps. Ayurveda heißt übersetzt „Die Wissenschaft vom langen Leben“ und gilt als das älteste und umfassendste Gesundheitssystem. Und obwohl der Ayurveda vor ca. 5000 Jahren zur Zeit der vedischen Hochkultur entstand, ist sein Wissen doch zeitlos.

 

Im Charak Samhita heißt es: „Wer Sport im Übermaß betreibt, dessen
Kräfte werden auf einmal schwinden, wie die Kraft eines Löwen, der
versucht, es mit einem Elefanten aufzunehmen.“

50 % Belastung = maximaler Erfolg
Zuviel Sport in der falschen Art und Weise kann mindestens genau
so ungesund sein wie zuwenig. Doch wie findet man das richtige Maß
für sich selbst heraus? Mediziner empfehlen heute meist, bis zu 70-85% der maximalen Belastung zu gehen. Der Ayurveda gibt eine einfache Faustregel: Wenn man anfängt schwer zu atmen, so dass man nicht mehr durch die Nase sondern durch den Mund atmen muss, und stark schwitzt, sollte man aufhören oder etwas langsamer machen. Auf diese Weise schöpft man bis maximal 50% der eigenen Kapazität aus.

Ein solches Fitness-Programm ist ausgleichend und ideal für die
Gesundheit. Diese Vorgabe scheint von der derzeitigen medizinischen
Meinung abzuweichen. Allerdings betrachtet der Ayurveda Sport
immer ganzheitlich, d.h. der Zweck liegt nicht ausschließlich darin,
Muskeln aufzubauen und den Kreislauf zu stärken. Sport zu treiben
soll vor allem auch dazu beitragen, im gesamten Körper ein vollstän-
diges inneres Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, alle Organe zu stärken und das Immunsystem widerstandsfähiger zu machen.

Sport nach Maharishi Ayurveda erhöht das Wohlbefinden und baut Stress ab aber nicht auf. Dies macht auf Dauer mehr Spaß und ist langfristig gesünder als den Körper zu überfordern, um ein kurzzeitiges Hochgefühl zu erreichen. In dem klassischen Ayurveda-Lehrbuch Charak Samhita heißt es: „Wer Sport im Übermaß betreibt, dessen Kräfte werden auf einmal schwinden, wie die Kraft eines Löwen, der versucht, es mit einem Elefanten aufzunehmen.“ Nach „gesundem“ Sport fühlt man sich besser und energiereicher als zuvor. Erschöpfung ist ein Zeichen für „ungesunden“ Sport.

Regelmäßigkeit
Ein weiterer wichtiger Punkt: Sport sollte regelmäßig ausgeübt werden. Es ist besser, sich täglich ein paar Minuten bis eine halbe Stunde mit 50% der eigenen Leistung fit zu halten, als 1-2 mal pro Woche zwei Stunden seinen Körper völlig auszupowern. Der Körper profitiert von regelmäßigem Sport mehr und wird mit der Zeit – so die klassischen ayurvedischen Texte – stark, ausdauernd, energievoll und flexibel. Herz und innere Organe werden gekräftigt, die Verdauungskraft stimuliert und der Geist wird ausgeglichen und ruhig.

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